
| BESUCH IN Siebenbürgen – HERMANNSTADT 03.-04.09.14 |
Deutschland soll das traditionsreiche deutschsprachige Schulwesen in Rumänien unterstützen! Diese deutschen Schulen wurden z.T. schon im Mittelalter von den deutschen Volksgruppen gegründet und später in das staatliche Schulwesen Rumäniens integriert. Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller und andere bekannte deutschsprachige Autoren aus Rumänien sind aus diesen Schulen hervorgegangen. Sie sind seit Jahren in Gefahr, weil deutschsprachige Lehrer wie Schulabgänger andernorts besser bezahlt werden als im rumänischen Schulwesen. (Ein Beispiel: Der Abiturient einer deutschsprachigen Schule kann in einem Call-Center ohne besondere Ausbildung 550 Euro/Monat verdienen, entschließt er sich zu einem Lehramtsstudium so erwartet ihn als deutschsprachiger Lehrer an rumänischen Schulen ein Einstiegsgehalt von 180 Euro/Monat.) Wie kann man die Abwanderung von Lehrern und den Mangel an Nachwuchs für die traditionsreichen deutschsprachigen Schulen verhindern? Um dieser Frage nachzugehen, war Dr. Christoph Bergner mit seinem Kollegen Alois Karl zu einem zweitägigen Aufenthalt nach Siebenbürgen aufgebrochen. Sie erlebten intensive Gespräche und interessante Besuche, wie der im Lehrerzimmer der Schule Großpold. Hier sitzen die Lehrer, die in rumänischer - und die in deutscher Sprache, in einem Kollegium. Es gibt neben den rumänischen Zügen einen deutschen Klassenzug. In den Dörfern sind deutsche Unterrichtsangebote selten geworden. Beide Abgeordnete hatten mit den Lehrern ein sehr aufschlussreiches und heiteres Gespräch, zu dem es köstliche Gogosi (ein rumänisches Schmalzgebäck) gab.
Das alte Gebäude der deutschen Schule in Großpold (Apoldu de Sus) im Kreis Hermannstadt/Sibiu. Typisch die enge Verbindung zwischen Kirche und Schule. Über Jahrhunderte waren die evangelischen Kirchgemeinden Träger des deutschen Schulwesens in Siebenbürgen.
Detail aus dem deutschen Brukenthalgymnasium in Herrmannstadt, das als deutsche Schule 1380 erstmals urkundlich erwähnt wurde.
Besichtigung der Kirchenburg in Großau.
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