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Gespräch mit dem Slowakischen Botschafter – Berlin 07.09.15 |
Das Gespräch mit dem kürzlich akkreditierten slowakischen Botschafter, Dr. Peter Lizák, war eine gute Gelegenheit, über den gegenwärtigen Flüchtlingszustrom nach Europa zu sprechen. Christoph Bergner dazu: „Ich habe mich von manchen wohlfeilen Vorwürfen, die in der deutschen Politik und in den Medien gegenüber dem Verhalten der osteuropäischen Mitgliedstaaten in der aktuellen Flüchtlingskrise gemacht werden, ausdrücklich distanziert. Ungarn hat sich nachweislich bemüht, die Außengrenzen des Schengen-Raumes nach Serbien zu sichern, um die ankommenden Flüchtlinge so zu kanalisieren, dass sie registriert werden können. Es hat versucht, die Asylverfahren zu eröffnen. Die Szenen an den Grenzräumen und auf den Bahnhöfen sind Ausdruck einer Überforderung. Es wäre fatal, wenn die EU Vorwürfe erhebt, wo Solidarität notwendig wäre. Ich kann schon verstehen, wenn Länder, wie die Slowakei fürchten, dass die Flüchtlinge, die sie aufnehmen und integrieren sollen, bei nächster Gelegenheit nach Deutschland verschwinden werden, weil dort deutlich höhere Leistungen für Asylbewerber gewährt werden. Wir müssen im Dialog gemeinsame Lösungen finden, statt unberechtigte Vorwürfe an unsere osteuropäischen Mitgliedstaaten zu richten.“
Foto: Botschaft der Slowakischen Republik
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